Newsletter August 2021

26. August 2021

1. DFJV verurteilt Spähangriff auf Journalist:innen

 

Mehr als 180 Journalist:innen wurden weltweit mit dem Überwachungssystem „Pegasus“ ausgespäht. „Pegasus“ ist ein Trojaner der israelischen Firma NSO Group. Durch den Trojaner ist es möglich, Telefonate, SMS, E-Mails und verschlüsselte Chats zu überwachen. Des Weiteren kann „Pegasus“ unbemerkt Kameras und Mikrophone einschalten und Standortdaten auslesen.

Der Deutsche Fachjournalisten-Verband (DFJV) verurteilt die Ausspähungen via „Pegasus“ auf das Schärfste und fordert eine vollständige Aufklärung. Die Pressefreiheit wird wieder einmal bewusst missachtet. Journalist:innen gehören weltweit besser geschützt, auch im digitalen Bereich.

Nach Recherchen des Journalistenkonsortiums, dem auch deutsche Medien angehören (NDR, WDR, SZ und Die Zeit), wurden auch Personen aus dem Umfeld des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi mit „Pegasus“ ausgespäht. Khashoggi wurde am 2. Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet.

Journalist:innen aus Ungarn und Aserbaidschan wurden ebenfalls ausgespäht, darunter auch Oppositionelle. Das Journalistenkonsortium, dass die Überwachung via „Pegasus“ aufdeckte, wertete über 50.000 Telefonnummern aus, darunter fanden sich auch Nummern von Politikern wieder. Untersuchungen der Telefone bestätigten in vielen Fällen die Spähangriffe. Die NSO Group wies die Vorwürfe als falsch und irreführend zurück.

2. Karl Theodor Vogel Preis: Fachjournalist:innen des Jahres 2021 ausgezeichnet

 

Der „Karl Theodor Vogel Preis der Deutschen Fachpresse – Fachjournalist des Jahres“ geht in diesem Jahr an Dr. Nina Drexelius. Die Journalistin überzeugte mit ihrem Artikel „Wie Cytotec in die Medien kam – und warum es Hebammen (auch) aus ganz anderen Gründen beschäftigt“, erschienen im Magazin Hebammenforum (05/2020). „Unsere diesjährige Preisträgerin unterstreicht mit ihrem Artikel, wie Fachmedien mit ihrem kühlen Sachverstand als analytisches Korrektiv wirken können, wenn Publikumsmedien angebliche oder tatsächliche Skandale aufdecken“, so der Juryvorsitzende, Professor Dr. Lutz Frühbrodt von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt.

Den zweiten Preis erhält Nils Ballhausen mit seinem Text „Letzte Hilfe“, erschienen im Deutschen Architektenblatt (04/2020). Der Artikel handelt davon, in welchen Räumen man die letzten Tage seines Lebens verbringen will. Platz drei geht an Cliff Lehnen und seinen Text „Das Ende des Entweder-Oder“, veröffentlicht in Personalwirtschaft – das Magazin für den Job HR (01/2021).

Der DFJV, Partner des Karl Theodor Vogel Preis, gratuliert den Gewinner:innen zu ihren herausragenden journalistischen Leistungen. Mit dem Preis zeichnet die Deutsche Fachpresse gemeinsam mit der Karl Theodor Vogel Stiftung (Würzburg) seit 2005 fachjournalistische Beiträge aus, die aktuelle Fach- und Branchenthemen hervorragend recherchiert sowie beispielhaft sprachlich, stilistisch und visuell mit hohem Leser- und Branchennutzen darstellen.

 
GEWINNERBEITRÄGE EINSEHEN

3. TÜV Rheinland zertifiziert Qualitätsmanagement des DFJV

 

Der TÜV Rheinland hat in einem umfassenden Rezertifizierungsaudit das Qualitätsmanagementsystem des Deutschen Fachjournalisten-Verbands (DFJV) überprüft. Hierbei wurde vom TÜV Rheinland festgesellt, dass der DFJV auch weiterhin seine hohen Qualitätsstandards erfüllt. TÜV-Auditleiter Patrick Rudolph hat die seit 2009 bestehenden Zertifizierungen nach ISO 9001:2015 bestätigt.

DFJV-Vorstand Christin Fink kommentiert das Ergebnis wie folgt: „Der TÜV Rheinland hat auch in 2021 die hohen Qualitätsstandards des DFJV bescheinigt. Das ganze Team und ich freuen uns sehr über die Auszeichnung aus Köln. Auch in Zukunft wird der DFJV – ganz im Sinne seiner Mitglieder – die Verbandsleistungen permanent überprüfen und verbessern.“

Hintergrundinformationen: Der DFJV ist seit 2009 als erster und bislang einziger Journalistenverband nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Seit 2014 werden die Normen durch DIN ISO 10002 (Leitfaden für die Behandlung von Reklamationen in Organisationen), seit 2015 durch die DIN ISO 26000 (Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen) ergänzt. Das Qualitätsmanagementsystem des DFJV umfasst die Kernprozesse der Verbandsarbeit, die operative und strategische Verbandsführung, die Mitgliederorientierung, interne Geschäftsabläufe sowie Finanzen und Controlling.

4. Social Media und Recht: DFJV veröffentlicht Leitfaden für Journalist:innen

 

In den sozialen Medien werden oft Persönlichkeitsrechte, Urheberrechte an Bildern, Musik oder Videos sowie Datenschutzbestimmungen verletzt. Diese Rechte zu beachten ist sehr wichtig, andernfalls drohen kostspielige Abmahnungen und Gerichtsverfahren. Wer seine Rechte im Social Web kennt, beugt dem Risiko eines Vergehens vor. Der Justiziar des DFJV Christian Solmecke hat einen Leitfaden erstellt, der einen fundierten Überblick über die rechtlichen Aspekte eines Social-Media-Auftritts gibt. Gerade für Journalist:innen mit Social-Media-Präsenz sehr hilfreich: Im Leitfaden werden das Urheberrecht und das Recht am eigenen Bild ausführlich besprochen. Des Weiteren finden sich alle wichtigen Infos zum Äußerungsrecht und Datenschutz in dem Leitfaden wieder. Außerdem wird auf die Impressumspflicht verwiesen und benannt, welche Informationen enthalten sein müssen.
 

LEITFADEN DOWNLOADEN (PDF)

5. Relaunch presseausweis.de

 

Die vom DFJV betriebene Webseite presseausweis.de wurde überarbeitet. Die neue Seite ist noch übersichtlicher und für alle mobilen Endgeräte kompatibel. Auf dem Onlineportal finden Sie alles Wissenswerte rund um den Presseausweis von der Funktion bis über den Nutzen des Ausweises. Alle relevanten Fragen, wie zum Beispiel einer amtlichen Anerkennung, werden in einem umfangreichen FAQ-Katalog beantwortet.

Wir freuen uns über Ihren Besuch!
 

WWW.PRESSEAUSWEIS.DE

6. Neu im Fachjournalist

 

Am 26. September wählen die Deutschen einen neuen Bundestag. Im Interview mit dem Fachjournalist spricht Michael Schlieben, politischer Korrespondent bei Zeit Online, über den bevorstehenden Wahlkampf und seinen Tipp, wer Kanzler bzw. Kanzlerin wird. Schlieben verrät, wie Journalist:innen Kontakte zu Politiker:innen am besten aufbauen und gibt Empfehlungen an angehende Politikjournalist:innen. Außerdem sagt er, ob Angela Merkel im Ruhestand als Bundeskanzlerin bei der Zeit in irgendeiner Funktion eine Rolle spielen wird.

Um seine Botschaft in den Medien zu platzieren, sollte jede:r sich kurz und präzise ausdrücken können. So finden sich in den TV- und Radio-Beiträgen nur O-Töne von wenigen Sekunden wieder. Doch wie gelingt es, über das getätigte Statement die Kontrolle zu behalten? Kathrin Adamski, Katrin Prüfig und Stefan Klager erklären Ihnen in ihrem Buchauszug die Besonderheiten von Nachrichtenbeiträgen und geben Ihnen Tipps, wie Ihr öffentlicher Auftritt ein Erfolg wird. Zum Beitrag gelangen Sie hier.

Filmkritik: Der ehemalige Buch- und Zeitungsdrucker und Bürgerkriegsveteran Captain Jefferson Kyle Kidd nimmt sich des zehnjährigen Waisenkindes Johanna Leonberger an. Kidd soll Johanna ins 400 Meilen entfernte Castroville bringen. Auf ihrer Reise durch Texas sind sie einer ständigen Bedrohung durch bewaffnete Räuberbanden ausgesetzt. Der Film „Neues aus der Welt“ zeigt die Macht und Ohnmacht des Storytellings auf und ist unserer Autorin Dobrila Kontic zufolge „ein sehenswertes, behutsam inszeniertes Western-Drama“. Zu ihrer Rezension gelangen Sie hier.
 

ZUM ONLINEMAGAZIN

7. Studie: Mehr als drei Viertel der Deutschen erleben Hass im Netz

 

Zum fünften Mal führte die Landesanstalt für Medien NRW eine Studie zur Wahrnehmung von Hassrede im Internet durch. Hierbei gaben mehr als drei Viertel (76 Prozent) der Befragten an, schon einmal Hate Speech bzw. Hasskommentare im Netz begegnet zu sein. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil derer, die Hasskommentare sehr häufig oder häufig wahrnehmen von 34 Prozent auf 39 Prozent. Keinen Hass im Internet erfahren hingegen 22 Prozent der Befragten.

„Drei Dinge werden deutlich mit Blick auf die neuen forsa-Zahlen zu Hate Speech: Die Wahrnehmung von Hass im Netz ist in diesem zurückliegenden Corona-Jahr gestiegen. Angst und Wut nehmen zu. Und gleichzeitig werden auch mehr Verstöße zur Anzeige gebracht. Das zeigt, dass die Menschen Hass und Hetze nicht hinnehmen wollen, sich stattdessen wehren und auch rechtliche Schritte einleiten“, kommentiert Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, die Ergebnisse der Befragung.

Der Hass im Netz ruft bei den Betroffenen starke Emotionen hervor. Laut Studie liegt der Wert jener, die Angst aufgrund von Hasskommentaren verspüren, bei 42 Prozent – im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von acht Prozent. Vor allem bei Frauen ist der Angstfaktor durch Hasskommentare sehr hoch, dieser beträgt 51 Prozent. Bei Männern verspürt jeder Dritte Angst in Bezug auf Hasskommentare. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Befragten gaben an, dass sie Hasskommentare wütend machen.

 
ZU DEN STUDIENERGEBNISSEN

8. Literaturhinweise: Die Reportage – Politisches Storytelling – Kommunikationswissenschaften

 

An dieser Stelle verweisen wir regelmäßig auf interessante Neuerscheinungen und Neuauflagen zu den Berufsfeldern Journalismus, Medien und Presserecht sowie Public Relations. Die Rezensionen erfolgen mit freundlicher Unterstützung des DFJV-Ehrenmitglieds Alfred Biel. Weitere Rezensionen finden Sie auf unserer DFJV-Literaturseite sowie Buchhinweise unter den Fachressorts.

 

Literaturhinweis Die Reportage: Theorie und Praxis des Erzähljournalismus

von Michael Haller
Köln: von Halem 2020 – 312 Seiten (7. komplett überarbeite Auflage), 26,- EUR

Das Buch: Der Titel erscheint in der Reihe „Praktischer Journalismus“ als Band 8. Das Buch, jetzt in der 7. Auflage, zählt zu den Standardwerken der Journalistenausbildung.

Der Autor: Prof. Dr. phil. Michael Haller war während 25 Jahren als Journalist in leitender Funktion in verschiedenen Medien des deutschen Sprachraums tätig. Von 1993 bis zu seiner Emeritierung 2010 hatte er den Lehrstuhl für Journalistik an der Universität Leipzig inne. Er ist seither als wissenschaftlicher Direktor des Europäischen Instituts für Journalismus- und Kommunikationsforschung in Leipzig tätig.

Verlagspräsentation mit Leseprobe

Die Themen:

  • Die Herkunft der Reportage
  • Renaissance und Krise der Reportage in Deutschland
  • Der Erzähljournalismus und seine Formen
  • Aus dem Geschehen ein Reportagethema machen
  • Die Palette geeigneter Themen
  • Unterwegs und am Ort: Die Materialbeschaffung
  • Vor dem Schreiben: Form und Inhalt zusammenbringen
  • Der Schreibprozess
  • Nach dem Schreiben
  • Übungsreportagen

Das Resümee:

  • Ein bewährtes Lehrbuch in Neuauflage. Der Band führt theoretisches Wissen und praktisches Lernen einschließlich Üben zusammen.
  • Der theoriebezogene erste Teil beleuchtet z. B. die journalistische Tradition der Reportage. Der zweite Teil gilt der Praxis der Reportage und befasst sich u. a. mit der Themenwahl und dem Schreiben. Der dritte Teil enthält zehn Übungsreportagen sowie Links zu gelungenen Reportagen.
  • Die Ausführungen greifen in vielfacher Weise Fragen der journalistischen Haltung und des journalistischen Handwerks auf, beschreiben die Reportage in umfänglicher Weise.
  • Der Text ist tief gegliedert, Exkurse, Infoboxen, Schaubilder, Hervorhebungen, ein detailliertes Inhaltsverzeichnis und ein umfangreiches Stichwortverzeichnis sichern eine hohe Benutzerfreundlichkeit.
  • Der Titel lässt sich in der Ausbildung von Journalist:innen Erfolg versprechend einsetzen. Er ist zudem zum Nachschlagen und Auffrischen zu empfehlen.

 

Literaturhinweis Politisches Storytelling: Wie Politik aus Geschichten gemacht wird

von Michael Müller
Köln: von Halem 2020 – 168 Seiten, 18,- EUR

Das Buch: Der Titel erscheint in der Reihe „Schriften zur Rettung des öffentlichen Diskurses“ als Band 2.

Der Autor: Prof. Dr. Michael Müller ist Professor für Medienanalyse und Medienkonzeption an der Hochschule der Medien Stuttgart und leitet dort das Institut für Angewandte Narrationsforschung (IANA).

Verlagspräsentation mit Leseprobe

Die Themen:

  • Einleitung: Geschichten? Welche Geschichten?
  • Die Welt ist alles, was erzählt wird: Wie der Sinn in die Gesellschaft kommt
  • Im Maschinenraum: Die Mechanik des politischen Storytellings
  • Wurzelwerke: Der narrative Humus des politischen Storytellings
  • Fake Storys und wahre Geschichten: Die Verantwortung des politischen Storytellings
  • Narrative Kompetenz und politisches Handeln

Das Resümee:

  • Der Band beschäftigt sich im Grundsätzlichen mit Storytelling als moderne Erzähl- und Kommunikationsmethode.
  • Der Titel zielt darauf, Einsatz und Nutzung von Storytelling im gesellschaftlichen und politischen Bereich anzuregen mit dem Ziel, den öffentlichen Diskurs zu beleben.
  • Der Autor berichtet u. a. über Rahmenbedingungen, Gestaltungsfragen, Erfolgsfaktoren und Stolpersteine. Besonders erwähnenswert sind u. a. diese Buchabschnitte: Stellschrauben des politischen Storytellings, Beispiele gesellschaftlicher Narrative oder die Postulate für ein verantwortungsvolles politisches Storytelling.
  • Der Band richtet sich vorrangig an Politiker:innen, sie sollen mit dieser Veröffentlichung unterstützt werden, Geschichten in der Politik einzusetzen.
  • Journalisten:innen kann das Buch dabei helfen, Storytelling tiefer zu verstehen, Mechanismen zu erkennen, um diese Methode und ihren praktischen Einsatz genauer einzuordnen und zu bewerten.
  • Der Autor legt ein Thesen- und Debattenbuch vor, das vielfältige Impulse setzt. Neben der wissenschaftlichen Orientierung weist es auch vielschichtige Praxisnähe auf. Der Titel ist verständlich und in einem persönlichen Stil geschrieben, die Lesefreundlichkeit entspricht etwa mittlerem Stand.

 

Literaturhinweis Kommunikationswissenschaft

von Klaus Beck
München: UVK 2020 – 272 Seiten (6., überarbeitete Auflage.), 25,- EUR

Das Buch: Der Titel erscheint in der Reihe utb basics, deren Ziel es ist, den Stoff in kompakter, verständlicher und übersichtlicher Form zu vermitteln.

Der Autor: Prof. Dr. Klaus Beck ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Greifswald.

Verlagspräsentation mit Leseprobe

Die Themen:

  • Kommunikation, Information, Zeichen
  • Interpersonale Kommunikation
  • Medien
  • Öffentlichkeit, öffentliche Meinung und öffentliche Kommunikation
  • Formen öffentlicher Kommunikation (Publizistik)
  • Kommunikationswissenschaft als Wissenschaft von der Kommunikation
  • Forschungsfelder der Kommunikationswissenschaft
  • Teildisziplinen der Kommunikationswissenschaft

Das Resümee:

  • Der Titel versteht sich als Einführung in die Kommunikationswissenschaft. Er besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Teilen.
  • Teil 1 behandelt Grundbegriffe, befasst ich u. a. mit Grundfragen der Öffentlichen Meinung und gibt eine vergleichende Betrachtung von Journalismus, Public Relations und Werbung. Teil 2 widmet sich Forschungsfeldern und Teildisziplinen der Kommunikationswissenschaft, geht u. a. ein auf Mediennutzungs- und Medienwirkungsforschung ein.
  • Die Veröffentlichung basiert vor allem auf den Lehrerfahrungen des Verfassers mit Einführungsveranstaltungen. Das Buch liest sich wie ein Einführungskurs in die Kommunikationswissenschaft, es orientiert über Grundsätzliches des Faches.
  • Zahlreiche didaktische Elemente unterstützen die Vermittlung des Stoffs, u. a. durch den Einsatz von Schaubildern, orientierende Randbemerkungen, Infoboxen mit z. B. Definitionen, Zusammenfassungen, Übungsfragen etc. Die zweifarbige Textgestaltung ist recht lesefreundlich.
  • Zusatzmaterial ergänzt das Werk. Das - im Test unproblematisch abrufbare - Online-Material enthält zum einen Darstellungen über die Mediennutzung in der Schweiz und Österreich und zum anderen eine umfangreiche Datei „Auszüge aus Primärtexten“.
  • Das Buch ist einerseits ein Angebot an Studierende, andererseits eine theoretische Orientierung für die Praxis.

9. Tipp: KSK und Krankenkasse – neues Kündigungsverfahren

 

Insgesamt 103 gesetzliche Krankenkassen buhlen in Deutschland um Ihre Mitgliedschaft. Bei zumeist (gesetzlich geregelten) identischen Pflichtleistungen ergeben sich Unterschiede nur in den Bereichen Service und Zusatzleistungen sowie natürlich in der Beitragshöhe. Wünsche ich ein „Rooming-In bei Kindern im Krankenhaus“ und/oder einen „erweiterten Anspruch auf Haushaltshilfen“ und/oder lieber Zusatzleistungen bei der Zahnreinigung? Wünsche ich eine Geschäftsstelle in meiner Nähe oder genügt mir eine Internetplattform? Auch lassen sich bei einer Spannbreite von 14,95 Prozent bis 16,5 Prozent einige Euros an Beiträgen sparen. Sowohl für den Bereich der Zusatzleistungen als auch für die Beitragshöhe liefern einschlägige Magazine und Internetseiten zahlreiche Vergleichsmöglichkeiten.

Nachdem Sie nicht „bei der KSK“ krankenversichert sind, sondern „über die KSK“ bei einer gesetzlichen Kasse versichert sind, steht Ihnen der gesamte Markt der Angebote zur Verfügung und bei besseren/passenderen Leistungen und ggf. geringerem Beitrag kann ein prüfender Blick auf das derzeitige Krankenversicherungsverhältnis nur Erfolg bringen. Seit dem 01.01.2021 ist, nach einer „Mindestmitgliedschaftsdauer“ von zwölf Monaten, keine Kündigung der alten Versicherung durch Sie notwendig. Kündigungsfristen, Abmeldung bei der alten Krankenversicherung etc., dies alles wird zwischen den Kassen intern geklärt.

Der DFJV bietet seinen Mitgliedern über seinen Vertragsrentenberater eine kostenlose Erstberatung zum Thema Künstlersozialkasse an.

 
ZUR KSK-BERATUNG

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